
3 Skitage in Andermatt, bei guten Aussichten für die nächsten Tage bezüglich Wetter und Schneeverhältnissen. Wir wohnen in einem Airbnb. Haus und Wohnung im 70er Jahre, voll “Retro-Stil”. Bei nur 4 Nächten geht das gerade noch (Ruth aber rümpft schwer die Nase…..). Die Wohnung scheint einem Deutschen zu gehören. Er hiess Adolf Heubach und auch sein Sohn heisst laut Briefkasten Adolf Heubach jun. (wie konnte man nur Kinder, die nach 1945 geboren wurden, überhaupt “Adolf” nennen!?). Das einzig Neue sind Kühlschrank und Geschirrwaschmaschine. Alles Andere ist 50 und mehr Jahre alt. Das hat irgendwie den Vorteil, dass man sich selbst 50 Jahre jünger vorkommt…… Die Fotos zeigen das Haus und wie sich uns die Gegend bei Ankunft optisch präsentierte. Leider sind noch nicht alle Anlagen offen. Gerade dort, wo es die für Ruth idealen, blauen Pisten hätte, öffnen sie erst am 18.12.. Hingegen ist der mit nur roten und schwarzen Pisten bestückte Gemsstock offen. Alles in allem hat dies keine ‘Freudensprünge bei Ruth ausgelöst. Heute Montagmorgen gibt es stahlblauen Himmel und jetzt gehen wir mal schauen, wie es sich am Gemsstock so anfühlt.

Heute Montagnachmittag – nachdem wir nach 2 Stunden skifahren zurück in der Wohnung sind – beschließen wir, den Aufenthalt ganz abzubrechen. Dies primär aus folgendem Grund: Das Skigebiet ist nicht ideal. Alle Skifahrer, die in der Region wohnen (oder ferienhalber hier sind) konzentrieren sich auf dieses Gebiet, da die Skiregion Nätschen, Sedrun noch zu ist. Es hat am Gemsstock nur eine Hauptpiste und die ist so ziemlich überlastet (vor allem mit jugendlichen Snowboard-Fahrern). Dazu ist es eng und schattig. Ruth z.B. fuhr gar nicht per Ski zu Tal, sondern mit der Seilbahn. Da dieser Zustand auch morgen und übermorgen gleich sein wird, macht das Skifahren wenig Sinn. Man mag einwenden, dass wir schön “verwöhnte Schnösel” seien. Das mag durchaus so sein —> irgendwie vergleicht man halt immer mit seinem Stamm-Skigebiet (für uns das Oberengadin). Und da fällt Andermatt so ziemlich fest ab….. Zu alle dem entspricht unsere Wohnung auch nicht unbedingt unseren Ansprüchen (und das ist vor allem meine Schuld). Alles in allem muss man eingestehen, dass diese Kurzreise ein Reinfall war. Das Gute ist: Wir sind uns beide einig, haben diesbezüglich keine unterschiedlichen Ansichten. Also fahren wir jetzt – ca. 17.00h – vergnügt nach Hause.
