15. Februar // Pago Pago

Nach 3 Tagen auf Hoher See unter meist harschen Wetterverhältnissen erreichten wir heute Morgen Pago Pago (Aussprache: „Paengo Paengo“). Da unsere Balkonschiebetüre nicht ganz ebenbürtig abdichtet und der Regen mithilfe des forschen Seitenwindes direkt dorthin peitschte, floss unten, innerhalb der Schiene, Wasser auf den Teppich und wir mussten das Ganze mittels Handtücher provisorisch abdichten. Zusätzlich pfiff oben der Wind durch die schlecht abdichtende Stelle. Da dieser eine Temperatur von rund 28° aufwies, arbeitete die Klimaanlage in unserer Suite auf Hochtouren was bewirkte, dass übermässig viel Kondenzwasser entstand. Dieses floss oben, Dach intern, in den Teil, wo unsere Betten stehen und dabei fand das Wasser eine undichte Stelle am Rande einer Fassung der Spotlampe welche sich direkt oberhalb Ruth’s Kopfkissen befindet. Das Resultat: Gegen Morgen, noch tief nachts, wurde die Bemittleidenswerte durch Tropfen auf die Stirne unsanft geweckt……Später am Morgen und am Folgetag bogen schiffseigene Spengler, Schreiner und Elektriker die Sache wieder gerade.

Bei der Einfahrt in die Bucht von Pago Pago wähnt man sich auf dem Lago di Lugano. Links und rechts ca. 250 bis 300 Meter hohe, dicht bewaldete Hügel. Einer sieht sogar ähnlich aus wie der San Salvatore (nicht auf dem Bild).

Unsere Bustour zwecks Besichtigung der Insel startet erst am Nachmittag. In einer Broschüre lesen wir, dass der Hafen von Pago Pago weltweit der regenreichste ist. Kein Wunder also, dass es aktuell alle 10 – 15 Min. kurz nass wird bei dumpfen, schweisstreibenden 28° mit >90% Luftfeuchtigkeit. Das beim Hafen gruppierte Dorf ist mehr Bruchbude als adrett. Man wohnt jedoch an der gesamten Küstenlinie verstreut (ca. 6‘000 Leute).

Das einzig Exotische sind die Fahrzeuge des öffentlichen Verkehrs.

Natürlich hat es keine Fenster. Man würde wohl glatt ersticken. Eine Unfall-Insassen- Versicherung fehlt höchstwahrscheinlich auch. Hingegen schaut Gott auf das Wohlergehen der Fahrgäste….

Im Innern sieht ein solcher Bus so aus:

Holzbänke mit Leder bezogen, nicht sehr bequem

Der Ausflug am Nachmittag führte uns der Küstenstrasse entlang an einen Strand.

Leider hatte ich keine Badehose dabei. Trotzdem kam ein echtes Südsee-Feeling hoch.

Das Wetter hielt sich viel besser als vorausgesagt und wir kamen in den Genuss einer Tanz-Darbietung.

Bei der Rückfahrt zeigten sich erste dunkle Wolken. Es zeichnet sich eine schwül heisse Gewitternacht ab.

Da wir heute Donnerstag-Nacht die Datumsgrenze überschreiten, gibt es hier keinen Freitag sondern beim Aufwachen am Morgen in Apia ist schon Samstag (und entsprechend in der Schweiz 12 Stunden zurück Freitagabend).

2 Kommentare zu „15. Februar // Pago Pago

  1. Vorerst: Beide seht ihr erholt, zufrieden und glücklich aus. Das ist wunderbar und auch das wohl Wichtigste. Trotz undichtem Schiff infolge von zu viel Wasser und feuchtem Morgengruss an Ruth. Selbstverständlich gibt es auf solch einem Schiff betriebseigene Handwerker, so dass der Schaden umgehend behoben werden kann und ihr ohne Regenschirm ruhig schlafen könnt.
    Erwähnenswert ist natürlich auch der ‚Bus‘. Andere Länder, andere Sitten. Interessant ist auch die Aufschrift, wonach Gott der Anbieter dieses Fahrzeuges sei…..
    Im übrigen wie immer tolle Fotos. Danke und bis bald.

    Like

Hinterlasse einen Kommentar