Vieles kann ich heute nicht über Guatemala berichten. Wir fuhren insgesamt 3 Stunden mit dem Bus hinauf nach Antigua, die frühere Hauptstadt. Sie liegt auf 1‘545 M.ü.M. und es leben etwa 50‘000 Leute dort. Das Besondere daran ist, dass keine neuen Häuser gebaut werden und die Bestehenden stets möglichst erhalten, renoviert und aussen neu gestrichen werden müssen. Somit taucht man ab in eine Stadt mit fast unverändertem Flair von vor mehr als 100 Jahren. Die nachfolgenden Bilder stammen alle von dort. Antigua ist ein Weltkulturerbe.
2 negative Dinge blieben mir erhalten. Zum einen scheint keine geregelte Abfallbewirtschaftung zu existieren. Ausserhalb von Ortschaften, entlang der (gut ausgebauten) Strassen liegt überall Unrat, manchmal ganze Kehricht-Säcke und Plastik so weit das Auge reicht. Das Meer ist bekanntlich nicht weit….. (und wir bei uns ersetzen die „Röhrli“ aus Plastik durch Umweltgerechte…). Zum anderen verbrennen die Bauern die Abfälle der Zuckerrohrernte direkt auf den Feldern. Das hüllt die ganze Gegend in eine nebelartige Szenerie, lässt die vorherrschende Hitze dumpfer erscheinen und erschwert darüberhinaus das Atmen. Beim Vorbeifahren sieht man viele Wellblechütten und Dörfer, die ähnlich aussehen, wie bei uns die Schrebergärten. Zwei- oder mehrstöckige Gebäude existieren nicht (zumindest nicht dort, wo wir durchfuhren). In Guatemala gibt es seit Jahrhunderten vulkanische Aktivitäten. Aus zwei in der Nähe liegenden Vulkankegeln konnte man den Rauch, den sie ausstossen, deutlich sehen. Unser „Guide“ erwähnte, wir hätten am heutigen Tag lediglich 5% des Landes gesehen. Das relativiert u.U. meine leicht negative Sichtweise.




