02. Februar // Hilo (Big Island), Hawaii (annulliert)

Bereits um 06.30h, als das Schiff in Richtung des Hafens von Hilo steuerte, registrierte man einen fühlbaren, seitlichen Wellengang, der immer stärker wurde, und das Schiff bedrohlich von einer Seite auf die andere schwanken liess sodass Gläser klirrten und kleinere Gegenstände umfielen. So z.B. auch die Blumenvase in unserer Kabine. Einmal im Hafenbereich angelangt, hinter den Wellenbrechern, wurde es ruhiger. Trotzdem entschied der Kapitän, angesichts der sich laut Wetterprognosen noch verschlechternden Aussichten, auf das Andocken in Hilo gänzlich zu verzichten. Wir hätten hier einen Ausflug auf einen erloschenen Vulkan gemacht. Schade! Also rechtsumkehrt, wieder hinaus auf‘s offene Meer, wo es aktuell punkto Wellengang und Wind moderat zu und her geht. Diesen Text schreibe ich z.B. auf unserem Balkon bei ca. 24° und nur säuselndem Wind. Nun stehen uns bis Nuku Hiva (Papua-Neuguinea) abermals 5 aufeinanderfolgende Seetage (anstelle von 4) bevor. Ich wünsche allenthalben ein schönes Wochenende und melde mich wieder, wenn wir südlich des Äquators angelangt sind.

01. Februar // Maui, Hawaii

Der Schiffshafen liegt im Norden der Insel Maui, in dieser Bucht. Wir fuhren auf unserer Tour – am Flughafen vorbei – ca. 20 KM zu einem Parkplatz im Wald.

Die Bambusbäume scheinen bis in den Himmel zu wachsen. Insgesamt waren wir mit 9 Personen und einem sehr guten Guide namens Enrique auf dieser Wanderung bei rund 26°. Der Wald war sehr üppig punkto Vegetation. Von „Kreuchen und Fleuchen“ hingegen sahen und hörten wir zu unserer Verwunderung fast nichts. Unten beim Parkplatz gab es ein paar Moskitos und dementsprechend leises Vogelgezwitscher; oben bei den Seen war es mehrheitlich ruhig. PAuf Hawaii gibt es keine Reptilien, so z.B. auch keine Schlangen. Unser heutiges Ziel waren kleine Seen, die von Wasserfällen gespiesen werden.

Manchmal ging es durch ein wahres Dickicht.

Mit wundervollen Blumen am Wegesrand.

Das lud richtiggehend zum Baden ein

Ein bisschen Überwindung war nötig (Wassertemperatur ca. 18°)
Böse Zungen behaupteten, es gäbe auch Seelöwen oder gar Walrösser in solchen Gewässern……
Zurück wieder in Begleitung wunderhübscher Blumenpracht
Verhungern müsste man nicht
Es war ein wunderschöner Tag inmitten Natur pur

31. Januar // Honolulu, O‘ahu, Hawaii

Bilder von der berühmten Honolulu Waikiki – Beach habe ich leider keine. Denn der heutige Tag galt einzig und alleine der Geschichte rund um das Jahr 1941, als sich die USA wegen der massiven Aggression Japans erstmals in den 2. Weltkrieg einklinkte.

Jedes Mal, wenn ich vor einem US-Memorial – Denkmal stehe, resp. ein Museum, das die Kriegszeit thematisiert, besuche, sei es hier auf Hawaii, in Nord-Frankreich (dort im Besonderen) oder in Washington D.C., übermannt mich ein Gefühl grosser Demut und Dankbarkeit. Hunderttausende von Amerikanern opferten ihr Leben für unser heutiges, freiheitlich und eigenverantwortlich bestimmtes Dasein. Was wäre geschehen, hätten die Japaner 1941 hier in Pearl Harbour die gesamte Pazifik-Flotte der US-Navy (und nicht nur rund 60% davon) zerstören können? Was wäre aus Europa geworden, wäre der D-Day gescheitert? Man kann meinetwegen vom heutigen, reellen Amerika durchaus kontroverser Meinung sein (insbesondere, sollte D. Trump in einem Jahr abermals im Weissen Haus Einzug halten). Ich für meinen Teil werde diesem Land und seiner Bevölkerung hingegen immer und ewig mit Respekt und Dankbarkeit begegnen!

Im Gelände von Pearl Harbour gab es früher ein Flugfeld und dementsprechend einen Kontrollturm, den wir zu Beginn der Tour besuchten.

Von hier oben hat man eine wunderbare Aussicht.

Die USS Missouri im Hintergrund wird später thematisiert. Sie dient heute als Museum.
Blick Richtung Osten.

Nachstehend ein Bild aus dem Flieger-Museum das die Angriffswellen der Japanischen Flugzeuge zeigen soll.

Noch ein weiteres Bild aus dem Museum

Insgesamt starben an jenem 07.12.1941 rund 2‘300 Amerikaner. Flugzeuge und Infrastruktur wurden zerstört, Schiffe versenkt; kurz: Ein komplettes Desaster (die US-Navy rechnete nicht mit einem Angriff der Japaner und wurde – quasi im Schlaf – überrascht).

Später besuchte ich die USS Missouri, die erst anfangs 1945 in Dienst gestellt wurde. Die emotionale Bedeutung dieses Kriegsschiffs ist für die USA resp. deren Geschichte allerdings fundamental. Hier nämlich unterzeichneten die Kriegsparteien USA und Japan um 09.04h am 02.09.1945 die Kapitulationserklärung seitens der Japaner und 20 Minuten später war der 2. Weltkrieg beendet.

Die Japanische Delegation, die die Kapitulationserklärung unterzeichnete.
Das Originaldokument (hinter einer Glasscheibe). Seiten 2 und 3 (nicht im Bild) beinthalten die Unterschriften.

Die USS Missouri war später u.A. im Korea- und Vietnamkrieg unterwegs. Ich lief während 90 Minuten durch alle zugänglichen Stellen dieses Ungetüms aus Stahl. Sehr beeindruckend, das Ganze.

Die mächtigen Kanonenrohre auf dem Vorderdeck. Das Schiff muss für die damaligen Verhältnisse eine ungeheure Feuerkraft gehabt haben.

Ruth, die eine andere Tour gebucht hatte, übermittelte anschliessend Panoramaaufnahmen von Honolulu.

Am späteren Nachmittag fuhren Ruth und ich für 90 Minuten ins Ala Moana-Center, was eine riesengrosse Shopping-Mall ist. Wir fanden im grossartigen Kaufhaus Macys das Gewünschte. (Ich habe zu wenig Socken eingepackt und nur 3 Sportleibchen ohne Ärmel —> anstatt deren 4).

30. Januar // Kauai, Hawaii

Da das Alphabet der Urbewohner Hawaiis nur aus 12 Buchstaben bestand, gab es sehr viele ähnlich klingende Wörter. So wird z.B. Hawaii so ausgesprochen (Ha – ua – i – i). Der Morgen bei der Einfahrt in den Hafen von Kauai, genannt Nawiliwili zeigte sich von der schönsten Seite.

Später überwog der Dunst bei >90% Luftfeuchtigkeit. Wir gingen als Gruppe von 25 Leuten mit 3 Guides auf einen 8KM langen Trail im Regenwald mit rund 250 Höhenmetern. Der Boden war zum Teil sehr glitschig und sumpfig. Bis ganz zuletzt blieben wir von Regen verschont. Erst 5 Min. vor Ankunft bei den Fahrzeugen, die für die Rückfahrt bereitstanden, begann es dann allerdings so richtig tropisch zu schütten. Nachfolgend einige Bilder aus dem Tropenwald.

Die Nacht hindurch übersetzen wir für den morgigen Tag auf die Hauptinsel O‘ahu in den Hafen von Honolulu. Es erwartet uns eine umfassende, geschichtliche Reise rund um Pearl Harbour.

25.-29. Januar // Seetage auf dem Weg nach Hawaii

Führt man sich vor Augen, dass es von San Francisco bis zur Inselgruppe von Hawaii 5 Tage dauert und damit ca. erst die Hälfte des Pazifiks in der Ost-West – Ausdehnung zurückgelegt ist, kann man sich die schiere Unendlichkeit dieses Ozeans besser vorstellen. Ein anderer Vergleich: Zwischen New York und Southampton dauert es ebenfalls 5 Seetage. Grob gesagt hätte also der Nordatlantik doppelt Platz im Pazifik. Letzterer umfasst eine Fläche in der Grösse von rund 1/3 der gesamten Erdoberfläche. Es scheint, dass wir mutterseelenallein hier sind, kein anderes Schiff, einfach gar nichts zu sehen ausser Meer, Meer und nochmals Meer. Die ersten 2 Tage und Nächte schrammte nördlich von uns eine Kaltfront durch und bescherte ruppige See, ca. 3 Meter hohe Wellen und ein unangenehmes Rollen und Schaukeln, das einem fast den Schlaf raubte. Da liegt man wach im Bett, die Zehen manchmal für kurze Zeit höher als der Kopf, darauf folgt ein gut hörbares Krachen, wenn der Bug des Schiffs in die nächste Welle schlägt, dabei wieder angehoben wird und der Kopf somit für einmal deutlich höher liegt als die Zehenspitze; in 20 Sekunden wiederholt sich das Ganze, scheinbar ohne Ende. In solchen Momenten kommt bei mir ein starkes „Nussschalengefühl“ auf, verbunden mit der Hoffnung, dass Mechanik und Motoren unseres Schiffes stabil bleiben und der Steuermann auf der Brücke alles im Griff hat.

Nebst dem obligaten täglichen Besuch des Fitnessraums lesen wir viel. Auch jassten wir an einem Tag den Differenzler unter uns vier Schweizer(innen).

Auch heute Sonntag ist die See nach wie vor „rocking and rolling“. Wenn der Sonntag auf einen Seetag fällt, ist es bei Regent Tradition, zwischen 10.00h und 13.00h einen „Sunday Brunch“ zu offerieren. Nie in meinem Leben habe ich je eine solch reichhaltige Auslage gesehen.

Von vielfältigem Sushi in bester Qualität über Kaviar plus Champagner, Crépes, Brote jeglicher Art gab es gar nichts, was man irgendwie hätte vermissen können.

Und auch das gab es……

Da heute einer meiner fleischlosen Tage ist, blieb mir einiges verwehrt (so auch ein Stück Spanferkel). Dafür mundete das Sushi umso mehr.

Morgen Montag ist der letzte Seetag auf dem Weg nach Hawaii. Danach folgen 4 Tage auf je einer der 4 Hauptinseln mit Ausflügen, Wanderungen und Geschichtlichem (Stichwort: Pearl Harbour). Am Samstag stechen wir wiederum für eine längere, 4 Tage dauernde, Überfahrt in See hinunter nach Französisch-Polynesien.

23. + 24. Januar // San Francisco

Heute sind wir extra früh aufgestanden als unser Schiff noch im offenen Meer war, trotzdem sah man sie schon von Weitem.

Eine der 5 berühmtesten Brücken der Welt, (Golden Gate Bridge San Francisco // Verrazano-Narrows Bridge New York // Sydney Harbour Bridge // Tower Bridge London // und – Einwurf von Ruth – Kapell-Bridge Lucerne.

Tolles Licht der Morgensonne, für einmal kein Nebel, was in dieser Jahreszeit öfters der Fall sei.

Vorbei an Alcatraz, dem stillgelegten einstigen Gefängnis auf dieser Insel innerhalb der San Francisco Bay

Blick in einen Teil des Stadtzentrums
Blick auf SFO aus weiter Ferne. Eine ganz tolle Stadt und Gegend. Kein Wunder zieht es stetig mehr und mehr Leute hierher. Allerdings sei das Leben im Gebiet der SFO-Bay sehr teuer. So koste z.B. die Miete einer Zweizimmerwohnung im Stadtgebiet von SFO rund $ 3‘000 pro Monat.

Bei Pier Nr. 35 bleiben wir über die Nacht. Am Nachmittag nach der Stadtrundfahrt ein kurzer Marsch zum nächsten „Barber-Shop“. Zuerst wollte er $150 für einen Haarschnitt. Letztlich einigten wir uns auf $50 (cash). Ruth gefällt der Schnitt sehr; sie sagte, sie hätte jetzt einen viel jüngeren, neuen Mann…….

Ein „hipper“ Coiffeur, nicht wahr?

Am Abend, als es dunkel war, führte uns die „San Francisco by Night“-Tour durch belebte Strassen und als Höhepunkt ein Ausblick auf die Skyline by Night.

Es war sehr kühl samt steifem Nordwind (ca. 10°). Regen ist im Anmarsch.

Der nächste (letzte) Tag in SFO war wettermässig schäbig. Neblig trüb und Dauerregen bei 12°. Wir besuchten einen Wald mit riesigen Bäumen, genannt „red Woods“, die bis zu 2‘000 Jahre alt werden können. Leider war der Trail, den man gehen konnte (ca. 2 KM lang) sehr nass und matschig. Anschliessend machten wir Halt in einem schmucken Ort namens Sausalito, wo wir lediglich Zeit hatten, kurz einen Kaffee zu trinken. Dazu muss man erwähnen, dass Ruth und ich vor rund 10 Jahren schon mal hier waren. Auch das Hotel, wo wir damals logierten, existiert noch.

Die „red Woods“
Könnte auch irgendwo in der Schweiz sein

Die nächsten 5 Tage sind wir auf See auf dem Weg nach Hawaii. Wir sollten am 30. Januar in Nawiliwili auf Kauai anlegen.

22. Januar // Nutzen oder Schaden des globalen Tourismus

Aufgrund schlechten Wetters und hohem Seegang fällt unser heute vorgesehener Besuch von Santa Barbara leider aus. Das Schiff wäre vor Anker gelegen und wir wären mit Tender-Booten an Land gebracht worden. Nun werden wir morgen Dienstag ein wenig früher in San Francisco ankommen. Ich nutze daher die Zeit, um ein wenig über den allfälligen Nutzen (oder Schaden) des globalen Tourismus, und im Speziellen des Kreuzfahrt-Geschäftes, zu philosophieren. Im Vorfeld unserer Reise erzählten wir vielen Personen, auch im weiteren Bekanntenkreis, von unseren Plänen. Dabei kamen ebenfalls grundsätzliche Fragen, rund um Kreuzfahrten, die auch wir uns stellten, zur Sprache. Zum Beispiel die Thematik rund um das ökologische Gewissen. Oder aber die extrem divergierenden Verhältnisse -, zum einen das prächtig Leben auf dem Schiff zum anderen bei Landausflügen das kurzzeitige Eintauchen in bescheidene Lebensverhältnisse von Bewohnern in Drittweltländern.

Alternativ hätten wir durchaus Zuhause bleiben können samt Überweisung einer grosszügigen Spende an eine NGO, die sich um Entwicklungshilfe kümmert. Hand auf’s Herz; Wer in aller Welt unterliegt einem dermassen extremem, altruistischen Duktus? Zudem wäre eine solche Aktion stets verbunden mit der Hoffnung, dass die absolute Mehrheit der jetzt hier an Bord Anwesenden sich gleich verhalten hätte. Wäre dem so gewesen, befände sich die SS Mariner heute nicht auf einer Tour rund um die Welt. Die Realität sah jedoch vor 2 1/2 Jahren, als sich das Buchungsfenster für diese Reise öffnete, völlig anders aus. Denn es dauerte damals gerade mal 3 Stunden, bis alle Plätze vergeben waren. Gleiches mit dem Hinflug nach Miami. Jeder Platz war besetzt.

Nein, im Gegenteil. Wir Kreuzfahrer, wir Langstreckenreisende sind äusserst aktive Entwicklungshelfer und tragen mehr zum Abbau der Differenz zwischen arm und reich bei als jede Spende an eine NGO. Dank uns geht es Hunderttausenden von Familien deutlich besser. Lasst mich erklären warum. Mein „KI-Bot“ sagt auf meine diesbezügliche Frage, es seien weltweit 345 Millionen Menschen direkt oder indirekt vom Tourismus abhängig. Ich kann das nicht schlüssig beurteilen. Besser verstehe ich die Situation in der Kreuzfahrt-Industrie. Bei derzeit ca. 400 im Dienst stehenden Kreuzfahrtschiffen, weltweit, arbeiten insgesamt gegen 175‘000 Personen aus Schwellenländern auf solchen Schiffen (die Mehrheit aus den Philippinen, es folgen Indien, Malaysia, Indonesien und weitere asiatische Länder). Sie können bei freier Kost und Unterkunft 95% ihres Salärs nach Hause überweisen und ermöglichen damit ihren Familien ein Leben im – auf die lokalen Verhältnisse umgemünzt – unteren Mittelstand. Klar; die lange Abwesenheit von Daheim (6 Monate im Dienst, 2 Monate Ferien) ist sicherlich belastend. Das Wichtigste jedoch: Dank ihres Jobs, ermöglicht durch uns zahlende Reisende, können sie ihren Kindern die Schule und weitere Ausbildungen finanzieren. Es soll ihnen – den Kindern – einmal besser und einfacher gehen, vielleicht können sie als Erwachsene im Land bleiben und dort dank höherer Bildung etwas Beständiges aufbauen. Ohne uns als „aktive Entwicklungshelfer“ wären solche Vorhaben völlig illusorisch.

Daher als Fazit mein Plädoyer für einen möglichst weltumspannenden, liberalen Tourismus-Austausch; offene Grenzen und Verminderung von behördlichen Schikanen wie z.B. Visa etc..

Natürlich hat der Tourismus auch Schattenseiten. Zum einen leidet der CO2 – Ausstoss (Bei der Schifffahrt stammen allerdings 97% von Frachtschiffen und nur 3% von Kreuzfahrten) und zum Anderen gibt es Abhängigkeiten und partiell auch Ausbeutung (z.B. Diskriminierung von Frauen). Auf einer Skala von 1-10 wären aus meiner Sicht die negativen Auswirkungen mit einer 3 zu bewerten und die Positiven dementsprechend mit einer 7. Lasst uns also weiterhin die Welt entdecken und erforschen: Zumal man stets mit einem sehr viel breiteren Horizont zurück nach Hause kommt.

21. Januar // San Diego

Ein neblig trüber Tag mit Nieselregengüssen empfing uns heute Morgen in San Diego. Unverhoffter Besuch zeigte sich bald an unserem Fenster.

Wir hatten die „Sea and Land“-Tour gebucht. Man fährt in einem Fahrzeug, das sowohl auf der Strasse fährt, wie auch schwimmen kann.

„SEAL“ bedeutet „Sea and Land“

Leider besserte sich das Wetter nicht signifikant und es war auch kühl (etwa 14°). Der Fahrtwind machte das Ganze noch „frösteliger“. In der Bucht auf dem Wasser fuhren (schwammen) wir zu einer Seelöwen-Kolonie.

Seelöwen liegen massenweise herum. Man hat speziell für sie Holzplattformen installiert.

Nach der Tour spazierten wir in Downtown San Diego und am Pier entlang. Die Pazifik-Flotte der US-Navy hat ihren Hauptstützpunkt hier. Ebenso liegt die mittlerweile ausser Dienst stehende „Midway“ im Hafen und dient als Museum. Sie war als grösstes, damaliges Kriegsschiff zwischen 1945 und 1992 im Dienst (u.A. bei den Kriegen in Vietnam, Korea und demjenigen im Golf).

Daneben (auf dem Pier) steht als Symbol der Matrose, der vom Dienst nach Hause kommt und seine Braut küsst.

19. Januar // Cabo San Lucas (Mexik0)

Schon der erste Blick frühmorgens aus dem Fenster versprach einen Prachtstag

Es wurde denn auch so. Den ganzen Tag wolkenlos, trockene Wärme von rund 28°, leichte Brise.

Sonnenhut und Brille waren heute Pflicht.

Die im Pazifik liegende, mexikanische Halbinsel erstreckt sich von der Grenze zur USA (Kalifornien) über 1‘200 KM südwärts. Cabo San Lucas liegt am südlichsten Punkt der „Baja California“ genannten Landzunge. Es handelt sich um ein breit entwickeltes, riesiges touristisch erschlossenes Gebiet. Es ähnelt stark der Kanaren-Insel Teneriffa. Hier in San Lucas gibt es von Sandstränden über Wassersport jeglichen Couleurs alles, was das Touristenherz begehrt. Und bei solch Kaiserwetter, wirkt das Ganze noch bombastischer.

Die Mariner lag auf Anker vor Cabo San Lucas.
Begrüssung durch einen Seelöwen im Hafen von San Lucas.
Es gibt viele, wunderschöne Strände.

Aber auch riesige Überbauungen. Apartments durchschnittlicher Grösse kosten so rund +/- 1/2 Mio. US$.

Der Tag war insgesamt in jeder Beziehung brillant. Heute Samstag ist ein Seetag in Richtung San Diego. Danach weiter via Santa Barbara nach San Francisco. Die Wetteraussichten für unsere kalifornischen Tage sind nicht blendend. Einiges an Regen und nur zwischen 15°-20°.

18. Januar // Puerto Vallarta (Mexico)

Viva Mexico

Puerto Vallarta ist nach Cancun die meistbesuchte Tourismusdestination Mexikos. Es gibt einen Flughafen, viele Hotels, Casinos, Restaurants, Golfplätze etc. Leider gibt es keine Bilder dazu. Denn wir fuhren mit einem Minibus und insgesamt 14 Personen direkt in den Norden der Stadt zum Beginn unserer Tour zu einem Dorf .

Endlich war diese Tour für einmal als „anstrengend“ gekennzeichnet. Zum ersten Mal konnten wir daher unsere Wanderstöcke nutzen. Die Laufstrecke war insgesamt etwa 4 KM lang, auf unebenen (Sand)-Wegen mit rund 200 Metern Höhendifferenz. Für uns eher ein Sonntagsspaziergang (Ausnahme: Flussüberquerung, siehe weiter unten)

Unser Tourguide Eduardo, Spitzname „Lolo“. Er wusste alles über Fauna, Flora, Land und Leute.

In besagtem Dorf kann man sich kaum vorstellen, wie armselig es dort ausschaut. Halb zerfallene Blechdach-Hütten, die Strassen in Naturzustand, am Rande manchmal Abwasser von Küche und WC, überall Müll, verrostete Fahrzeugteile und jedes Haus beherbergte mindestens 2 Hunde die bellend herumstreunten.

Die Hauptstrasse des Dorfes
Eine weitere Dorfstrasse.
Im Umfeld dieser Flusslandschaft wanderten wir. Da aktuell Trockenzeit herrscht, führt der Fluss wenig Wasser.

Wir mussten zwei Mal den Fluss durchwaten (inkl. Schuhe). Das Wasser kam maximal bis ca. Mitte der Wade.

Ruth schaffte das ebenfalls bravourös.

Manchmal sah es aus wie im Wilden Westen

Zum Schluss gab es noch eine Tequila-Degustation mit 4 unterschiedlichen Sorten. Tequila – mit einem Alkoholgehalt von 42% – hat in Mexico etwa den gleichen Stellenwert wie Whisky in Schottland. Ich kann jedoch sehr gut ohne dieses „Gesöff“ leben……

Morgen folgt eine weitere Station in Mexiko. Cabo San Lucas.