12. Mai // Dakar (Senegal)

Es war ein äusserst dunstiger Morgen vor der Einfahrt in Dakar. Ruth und ich joggten zwischen 07.00h und 08.00h auf Deck 12 bei sage und schreibe 98% Luftfeuchtigkeit aber angenehmen 22°. Der Sonnenaufgang war nur schemenhaft zu erkennen. Wir buchten eine Stadttour, die 4 1/2 Stunden dauerte. Dakar ist unverkennbar eine Afrikanische Stadt, da unterscheidet sie sich nicht von anderen Städten, die wir in den letzten zwei Wochen besucht hatten. Es war – des Sonntags wegen – wenig Verkehr, die Sonne schien bei einigermassen angenehmen 27°. Vielleicht der Hauptgrund, warum sie auf uns einen besseren Eindruck machte, als z.B. Cotonou, Abidjan oder Takoradi.

Ein Panoramabild von Dakar. Es wohnen in und um Dakar rund 4 Millionen Leute. Tendenz: Stark steigend.
Eine Moschee am Meer. 95% der Bevölkerung sind Moslems.
Wir stiegen die 198 Stufen zum “Monument de la Renaissance Africaine” (49 Meter hoch, 2010 erbaut) hinauf.
Eine Strassenszene in einer ärmeren Gegend
Die kleineren Gassen in der Stadt sind naturbelassen
Afrikanische Sonntags Idylle
Ein Baobab Baum
Ein “Bolzplatz” für die Fussball-Jugend
Welche Zukunft erwartet diese Mädchen?

Ein Thema bleibt mir beim Gedanken an Afrika allgegenwärtig. In Senegal, wie auch in allen anderen schwarz afrikanischen Ländern ist der Altersdurchschnitt sehr tief, teilweise unter 30 Jahren. Das liegt an Millionen von Kindern, die diesen Durchschnitt nach unten drücken. Was erwartet diese Kinder in 10 – 20 Jahren, welche Chancen haben sie? Meine Antwort lautet: Wenig bis gar keine. Für uns in der Ersten Welt heisst das, dass der Migrationsdruck noch viel stärker werden wird. Wir können allerdings die Problem von Afrika nicht lösen und ich sehe auch kein probates Mittel, wie wir diesem immensen Druck standhalten können. Wahrscheinlich hilft letztlich wirklich nur die Abschottung und konsequente Rückführung von Wirtschaftsmigranten.

Es folgt ein Seetag am Montag, wir verlassen den Afrikanischen Kontinent endgültig und besuchen am Dienstag die Kapverdischen Inseln.

2 Kommentare zu „12. Mai // Dakar (Senegal)

  1. In der Tat: Die afrikanischen Probleme müssten vor Ort gelöst werden. Im übrigen sind diese Bilder doch recht unterschiedlich von all den vorangegangenen. Es liegt an den Regierungen, und die sind, wie fast alle Regierungen, korrupt und haben nur eigene Vorteile im Visier. Und was die anhaltende Flüchtlingswelle anbelangt, bin ich derselben Meinung wie du, Thomas. Du schreibst vom Altersdurchschnitt. Nun, das liegt wohl nicht nur am Kinderreichtum, sondern sicher auch daran, dass die Menschen nicht so alt werden – wie auch unter solch prekären Verhältnissen?!

    Das Bild des Baobab-Baumes ist beeindruckend! Und die Moschee. Meine Güte, die beiden m.E. viel zu wuchtigen Türme lassen die ganze Anlage in einem Schiefstand erscheinen so, als ob der ganze Bau früher oder später ins Meer kippen würde. Sehr beeindruckend ist auch ‚Le Monument de la Renaissance Africaine’…….und das Bild, welches du mit ‚Afrikanische Sonntagsidylle‘ betitelt hast, zeigt gewiss auch die ganz andere Mentalität dieser Menschen. Eure letzte Station auf dem Schwarzen Kontinent. Heute ist Montag, ihr seid auf dem Weg zu den Kapverdischen Inseln. Bin gespannt, was euch dort erwartet. In rund 10 Tagen seid ihr wieder in der CH. Ich freue mich auf euer Erzählen – Revue passieren lassen ….ich mache mich jetzt auf ins Altersheim, um zusammen mit andern Freiwilligen mit den Betagten spazieren zu gehen. Sie sitzen allesamt im Rollstuhl und geniessen jeweils diese kleinen Ausflüge. Netterweise ist das Wetter sehr viel besser als prognostiziert.

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  2. Naturstrassen – Sonntagstreff im Schatten – Zukunft das ist bedrückend ihr zwei joggen auf Deck!! – ich am Strand – heute Ausflugstag: Rapallo- Santa Margherita- Portofino – Übernachtung a Camogli

    Con cari saluti

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